Höhlengleichnis

Wie ist wahre Erkenntnis für den Menschen möglich? Der Versuch einer philosphischen Betrachtung anhand von Platos Höhlengleichnis.

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3 Responses to Höhlengleichnis

  1. Josef Mußmann says:

    Sprachlich in bewundernswerter Einfachheit geschrieben. Treffende Wiedergabe des Gleich-nisses in eigener Sprache. Sequenzielle Zugriffe lassen sich gut nachvollziehen und schaffen Verweilhorizonte für die Einlassung und Vertiefung. Es wird Raum für Besinnlichkeit geschaf-fen. Kritisch anzumerken ist die unaufgehobene Bildhaftigkeit. Das Ganze bleibt im Gleichnis, löst es nicht auf. Erst im Resümee fällt das Stichwort vom Denken (= Sonne, die sehen lässt), das die Dinge sichtbar vor das geistige Auge holt. Denken = Nous = Geist. Auch die unver-borgene Wahrheit ist ohne Übersetzung, wird nicht als Erkennen der Entsprechung oder Übereinstimmung von Denken und Sein aufgezeigt. Platon hat die Fesselung spezifisch ver-standen: Schenkel – von der Libido bis hin zum Eros (Odysseus u.a.), Nacken – stolzer Starr-sinn und ein leidenschaftlicher Zornesmut, der Achillesferse uneingedenk. Auch ein histo-risch-kritischer Kontext der sprachlichen Geistesmedien könnte für die Erkenntnisstufen nicht aufschlussreicher sein, was revolutionäre Steigerungstufen der Abstraktionsgrade in jener Zeit betrifft. Antik registriert: vom Mündlichen zum Schriftlichen der Hieroglyphen, dann Keilschrift, schließlich Alphabet. Nichtsdestoweniger alle Anerkennung für eine Leistung, die der Liebe zur Weisheit eine freundliche Anregung ist.

    • philodavid says:

      Vielen Dank für Ihr Lob, aber noch mehr danke ich für Ihre Kritik! Diese Arbeit stand eher am Anfang meines Studiums, heute könnte ich möglicherweise konkreter vorgehen.

      Ihre Ausführungen zum Thema Fesselung sowie der Entwicklung sprachlicher Geistesmedien erweitern das Verständnis dieses Gleichnisses ungemein.

      Ihre Kritik deckt sich in etwa mit jener, die ich von der Lehrveranstaltungsleiterin erhalten habe, was mich natürlich anspornt, mich noch mehr in Themen dieser Art zu vertiefen!

  2. Josef Mußmann says:

    Rein zufällig entdeckt. Wenn auch spät, doch nicht zu spät dafür: Ein Dankeschön für den künstlerischen Rahmen und die Würdigung!

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